
Sananga Augentropfen – Wirkung und Anwendung
Ein traditionelles Heilmittel für Klarheit, Heilung und innere Ausrichtung
Sananga ist mehr als nur ein pflanzliches Augentropfenmittel. Für viele indigene Völker des Amazonas – insbesondere die Stämme der Kaxinawá (Huni Kuin), Yawanawá und Matsés – ist Sananga ein kraftvolles Werkzeug der Heilung und spirituellen Ausrichtung. Diese heilige Pflanzenmedizin wird traditionell zur Reinigung von Körper, Geist und energetischem Feld verwendet – insbesondere über die Augen, das „Tor zur Seele“.
Was ist Sananga?
Sananga wird aus der Wurzelrinde des Strauches Tabernaemontana undulata hergestellt, einer Pflanze aus dem Regenwald Südamerikas, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Die Rinde wird sorgfältig zermahlen und in Wasser eingelegt, bis eine starke Flüssigkeit entsteht. Diese Flüssigkeit – die eigentlichen Augentropfen – wird als Sananga bezeichnet.
In der indigenen Heilkunst gilt Sananga als „Medizin des Sehens“ – nicht nur im physischen Sinne, sondern auch im übertragenen: um innere Klarheit zu gewinnen, Illusionen zu durchbrechen und das eigene Bewusstsein zu schärfen.
Wirkung von Sananga
Sananga wirkt sowohl auf körperlicher, geistiger als auch auf energetischer Ebene. Die ersten Sekunden nach dem Eintropfen sind oft von einem intensiven, brennenden Gefühl begleitet – dieses ist jedoch gewollt und Teil der Wirkung.
Physische Effekte:
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Reinigung der Augen
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Förderung der Durchblutung
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Schärfung der Sehfähigkeit (laut indigener Überlieferung)
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Entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung
Energetisch-spirituelle Wirkung:
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Reinigung blockierter Energien, insbesondere im Stirn- und Herzchakra
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Öffnung des inneren Blicks und der Intuition
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Auflösung mentaler Unklarheit, negativer Gedanken oder fremder Einflüsse
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Unterstützung bei schamanischer Arbeit, Rapé-Zeremonien oder Meditation
Viele berichten nach der Anwendung von tiefer innerer Ruhe, geistiger Klarheit und emotionaler Ausgeglichenheit.
Anwendung von Sananga
Sananga wird traditionell direkt in die Augen getropft – je 1 Tropfen pro Auge. Am besten liegt man dabei auf dem Rücken und lässt sich von einer anderen Person die Tropfen einträufeln. Alternativ kann man es selbst im Sitzen anwenden.
Ablauf:
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Bereite dich innerlich vor – mit Atemübungen, Intention oder Gebet.
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Tropfe oder lasse 1 Tropfen pro Auge hinein.
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Schließe die Augen nicht sofort – lasse den Tropfen wirken.
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Das Brennen dauert in der Regel 1–3 Minuten und lässt dann deutlich nach.
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Ruhige Nachspürzeit – am besten mit geschlossenen Augen, in Stille.
Hinweis: Sananga sollte niemals mit chemischen Substanzen kombiniert werden. Die Augen sollten sauber und frei von Schminke oder Kontaktlinsen sein.
Wann wird Sananga angewendet?
In der indigenen Medizin wird Sananga in verschiedenen Situationen verwendet:
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Zur Vorbereitung auf Zeremonien (z. B. mit Ayahuasca oder Rapé)
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Zur Reinigung negativer Energien
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Bei energetischen Blockaden
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Zur Unterstützung bei Augenbeschwerden (traditionell)
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Zur inneren Ausrichtung, Fokus & Intuition
Viele integrieren Sananga regelmäßig in ihre spirituelle Praxis – beispielsweise wöchentlich oder monatlich, abhängig von Intention und Empfinden.
Sananga mit Respekt verwenden
Wie alle schamanischen Pflanzenmedizinen sollte auch Sananga mit Achtsamkeit, Dankbarkeit und Respekt angewendet werden. Es ist kein Wellnessprodukt, sondern ein Werkzeug aus einer tiefen spirituellen Tradition. Jede Anwendung sollte bewusst und mit klarer Absicht erfolgen.
Fazit: Eine kraftvolle Medizin des Sehens
Sananga ist eine der intensivsten, aber zugleich heilsamsten Pflanzenmedizinen aus dem Amazonas. Sie konfrontiert, klärt und öffnet – sowohl das Auge als auch den inneren Blick. Wer sich auf ihre Kraft einlässt, erfährt nicht nur eine Reinigung der Sinne, sondern auch eine Rückverbindung mit dem eigenen Herzen und der geistigen Welt.
